Nachhaltige Sportproduktionen

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Obwohl Sportproduktionen noch lange nicht als umweltfreundlich gelten können, werden ihre Umweltauswirkungen immer mehr zum Thema und zum Bestandteil des Planungsprozesses. Dieser Wunsch nach umweltfreundlichen Produktionen muss jedoch immer mit den kommerziellen und geschäftlichen Argumenten abgewogen werden - wettbewerbsfähige Preise und mehr für weniger Geld, ohne dass die Qualität der Produktion darunter leidet.

Steve Norris, Direktor für Produktion und Inhalte bei Gravity Media, teilte kürzlich seine Ansichten über Nachhaltigkeit im Sport mit Broadcast SPORT. In dem Artikel betont er, dass die Anbieter Lösungen mit Blick auf die Umwelt anbieten müssen, unabhängig davon, ob der Kunde dies wünscht oder nicht.  

Die Fernproduktion steht bei diesen Umweltveränderungen an vorderster Front und hat einen großen Einfluss auf Reise- und Logistikfragen. Fernproduktionsmodelle bringen Vorteile wie geringere Flugkosten für die Crews, geringere Frachtkosten für die Ausrüstung und insgesamt weniger Reisen. Neben den quantifizierbaren Kennzahlen hebt Norris hervor, dass komplette Remote-Lösungen vielen an einer Remote-Produktion beteiligten Personen auch Zeit zurückgeben" können. Weniger Zeit für Reisen zu Live-Veranstaltungen bedeutet mehr Zeit für Familie und Freunde, was viele persönliche und soziale Vorteile mit sich bringt. Dennoch wird immer noch nicht genug getan, um die Projekte umweltfreundlicher zu gestalten.

Norris ist der Ansicht, dass ein großer Verband oder ein Rechteinhaber der Nachhaltigkeit in seiner gesamten Fernsehberichterstattung Vorrang einräumen sollte. Dies würde die Anbieter dazu zwingen, kommerziell tragfähige Lösungen für umweltfreundliche Produktionen zu finden.

Aber jeder Einzelne im Produktionsteam kann seinen Teil dazu beitragen. Nachhaltige Maßnahmen umfassen kleine Schritte wie die Begrenzung von Papierabfällen und eine bessere Kontrolle von Beleuchtung und Heizung. Sie können aber auch noch weiter gehen und eine Neubewertung der Produktionsstandards nach sich ziehen. So ist es beispielsweise unnötig, ein ganzes Team von Moderatoren und Gästen zu einem Spiel zu schicken, wenn zu Hause professionelle Einrichtungen und Studios vorhanden sind. Oft wird die Entscheidung für eine Vor-Ort-Übertragung getroffen, ohne an das große Ganze zu denken. Die übergreifende Frage bleibt: Ist die Branche bereit, bei den Produktionsstandards Kompromisse einzugehen und einen neuen Ansatz zu versuchen, um eine nachhaltige Übertragung zu gewährleisten? In Anbetracht dessen, was derzeit in der Welt geschieht, könnten wir dazu gezwungen sein. Aber das wird nur die Zeit zeigen...

Den vollständigen Kommentar von Steve können Sie in Broadcast Sport auf Seite 22 lesen.